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BRASIL-EUROPA

Organisation für Studien inter- und transkultureller Kulturprozesse in internationalen Beziehungen (eingetragen 1968)

AKADEMIE BRASIL-EUROPA (A.B.E.)
und angeschlossene Institute ISMPS/IBEM

 

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Die Ziele der Organisation Brasil-Europa sind ausschließlich wissenschaftlicher Natur. Sie bestehen in der Durchführung von Studien und Forschungen sowie in der Förderung des reflexiven Denkens.


Die Organisation widmet sich theoretischen Studien inter- und transkultureller Prozesse sowie Kulturstudien in den internationalen Beziehungen.


Sie ist bestrebt, zur Vertiefung und Ausdifferenzierung des Wissens sowie zu einer kontinuierlichen Selbst-Reflexion der Studierenden unter dem Primat der Ethik beizutragen.


Sie ist die erste ihrer Art und in ihrer kulturtheoretischen Ausrichtung. Sie ist unabhängig, ohne staatliche, politische oder konfessionelle Bindungen und ist an keine brasilianische oder europäische Stiftung politischer Parteien, an keine diplomatische bzw. konsularische Vertretung sowie an keine Medien und kommerzielle oder industrielle Unternehmungen gebunden.


Sie tritt für die Durchführung von Kulturstudien in internationalen Zusammenhängen durch fachlich ausgewiesene Experten ein und ist bestrebt, das Bewusstsein zu schärfen für die Risiken einer Instrumentalisierung der Kultur, des Wissens und des theoretischen und philosophischen Denkens für Zwecke der Propaganda und Repräsentation.


Die Organisation wurde 1968 nach mehreren Jahren der Vorbereitung mit dem Ziel der Erneuerung der Kulturstudien unter interdisziplinären Gesichtspunkten gegründet. Die Aufmerksamkeit wurde vor allem auf Diffusionsprozesse als Voraussetzung für ein bewusstes kulturelles Wirken gerichtet (Nova Difusão). An ihrer Konstituierung nahmen Vertreter verschiedener Fachbereiche teil.


Sie wurde in ihrer Orientierung in Tagungen, Versammlungen und Symposien ständig aktualisiert, die in Brasilien und in europäischen Ländern stattfanden (siehe Anais Brasil-Europa).


Die Organisation wirkt durch die Akademie Brasil-Europa für Kultur- und Wissenschaftswissenschaft.



Akademie Brasil-Europa


Die Akademie Brasil-Europa (A.B.E.) hat als Ziel, eine Kulturwissenschaft in internationalen Kontexten in enger Beziehung zur Wissenschaftswissenschaft (science of science, Wissenschaftssoziologie) zu entwickeln. Mit den Kulturstudien sollen Untersuchungen von Netzwerken der wissenschaftlichen Arbeit, von Strömungen des Denkens und der methodologischen Vorgehensweise sowie von Bedingungen der Wissensproduktion einhergehen.


In dieser Zielsetzung geht die Akademie von der Voraussetzung aus, dass die Kulturstudien ständig begleitet werden müssen von einer Berücksichtigung des Kontextes, in dem Initiatoren und Vertreter bestimmter Fachbereiche gewirkt haben. Wege und Konfigurationen der Verbreitung und Ausübung von Denkströmungen sind zu beachten.


Diese Studien lenken notwendigerweise den Blick auf die ethischen Vorgehensweisen von Forschern, Institutionen und Gruppen. Die Akademie ist bestrebt, bei diesen Untersuchungen unabhängig von Strömungen, Bildern und Wertungen von Werken und Namen vorzugehen, die durch Werbung von Personen sowie institutionellen oder politisch-kulturellen Gruppen zustande gekommen und verbreitet worden sind. Sie ist beizutragen bestrebt zur Überwindung von Stereotypen sowie zu einem Überdenken historisch-kultureller Entwicklungen und der posthumen Gerechtigkeit gegenüber Personen, die in Vergessenheit geraten sind.



Die A.B.E. sucht nach Wegen zur Entwicklung einer Kulturwissenschaft über die Pluralität der verschiedenen Disziplinen hinaus, die sich Kulturstudien widmen.Dabei vertritt sie eine kulturtheoretische Ausrichtung der verschiedenen Fachbereiche. Die kulturtheoretischen Studien werden hier selbst zu einer Leitdisziplin in der interdisziplinären Zusammenarbeit.


Die A.B.E. stellt die Ergebnisse der Überlegungen und die gewonnenen Erkenntnisse einem breiten Kreis von Interessierten zur Verfügung. In dieser Absicht der Demokratisierung des Wissens und der Förderung des reflexiven Denkens wirkt sie als Forum und virtuelle Akademie für Kulturstudien.


Untersuchungen der wissenschaftlichen Arbeit und ihrer aktuellen Entwicklung unter der Perspektive der Ethik werden dagegen nur in Seminaren durchgeführt, die für einen begrenzten Teilnehmerkreis reserviert sind.


Die A.B.E. versteht sich in einer Tradition, die kontinuierlich reflektiert wird. Sie geht auf einen Zirkel von Gelehrten in Russland zurück (Oriente/Ocidente, 1882), der 1919 als eine Akademie für Kulturerneuerung in Österreich neu gegründet wurde. Deren Ideale wurden 1928 nach Brasilien übertragen und dort 1968 revitalisiert. Sie wurde in den 80er Jahren entsprechend den neuen Bedingungen, die durch die Europäische Union entstanden sind, umorientiert. Ihre jetzige Ausrichtung erhielt sie 1992.


Für weitere Daten: www.akademie-brasil-europa.org



Forschungsinstitute


Die A.B.E. verbindet sich mit einer Denktradition, die der Musik und den Musikauffassungen eine relevante Rolle, wenn nicht eine Leitfunktion, innerhalb der Kulturstudien einräumt. Um die Möglichkeiten und die Konsequenzen dieser Orientierung in der interdisziplinären Arbeit zu prüfen, wirkt sie durch zwei Forschungsinstitute, die in Brasilien und Deutschland institutionalisiert sind. Diese Institute gehen beide auf ein Zentrum für musikwissenschaftliche Forschung mit kulturtheoretischer Orientierung zurück, das 1968 gegründet und später umstrukturiert wurde.


Institut für Kulturstudien des portugiesischen Sprachraumes ISMPS (Europäisches Jahr 1985) 
I
nstitut für Musikkulturforschung IBEM (1968, neugegründet 1993)


Kulturzentren


Die A.B.E. unterhält zwei Zentren Brasil-Europa für Kulturstudien mit Bibliotheken und Archiven. Dort werden Sitzungen, Seminare und Vorträge auch in Zusammenarbeit mit Universitäten und anderen Institutionen veranstaltet. Das europäische Zentrum, das nach Pedro II benannt ist, befindet sich in der Nähe von Köln.


Europäischer Sitz: Zentrum für Kulturstudien Brasil-Europa
Villa Pedro II°

Das brasilianische Studienzentrum in der Nähe von São Paulo befindet sich z.Z. in einer Phase der Umstrukturierung.



Revista Brasil-Europa


Organ der A.B.E. und ihrer Institute ist die Revista Brasil-Europa - Correspondência Euro-Brasileira, die in zweimonatlichen Abständen herausgegeben wird. Sie wurde 1989 begonnen und erscheint seit 1999 nur in einer elektronischen Ausgabe. Die Zeitschrift bietet Berichte über die durchgeführten und die in Gang befindlichen Arbeiten. Sie berücksichtigt auch Beiträge anderer Gelehrter sowie Rezensionen. Sie darf nicht mit anderen Publikationen verwechselt werden, die später entstanden sind, aber ähnlichen Bezeichnungen verwenden.


Revista Brasil-Europa. Correspondência Euro-Brasileira (1989-)


Stiftung


Die Arbeiten de A.B.E. werden mit eigenen Mitteln durchgeführt, was sie unabhängig von offiziellen Instanzen, Firmen, Unternehmungen und anderen Stiftungen macht (Kreis Sigismund von Neukomm).


Freundes- und Förderkreis Sigismund von Neukomm - Pro-Stiftung (1984)




Kongress BRASIL-EUROPA: Musik und Visionen (1999)
zum Anlass der Entdeckung Brasiliens vor 500 Jahren
Akademie Brasil-Europa und ISMPS e.V.
Foto: Abschlusskonzert mit der ersten Aufführung brasilianischer Werke im Kölner Dom

Grußwort des brasilianischen Kulturministers